Daunenschlafsäcke
Sie sind zu empfehlen, wenn minimales Packmassund geringes Gewicht gefragt sind: das Verhältnis zwischen Isolation, Gewicht und Packmassist einfach unschlagbar.

Die Daune hat hervorragende feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften: sie speichert die Feuchtigkeit und hält den Schläfer trocken. Daher herrscht im Schlafsack ein angenehm trockenes und warmes Schlafklima.
Allerdings kann sich die Speicherfähigkeit der Daune auch nachteilig auswirken, denn feuchte Daunen verlieren erheblich an Isolationsvermögen. Wer ausgedehnte Unternehmungen bei permanent hoher Luftfeuchtigkeit plant (z.B. in die Tropen oder zur See), sollte keinen Daunenschlafsack verwenden. Durch äussere Umstände ist es schwer möglich, den Schlafsack vollständig zu trocknen. Zwar können Daunen max. das 3-fache ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, bevor sie substanziell an Loft verlieren, trotzdem würden sie bei derart hoher Luftfeuchtigkeit verklumpen und eventuell beschädigt werden. Grundsätzlich sollte der Schlafsack vor Feuchtigkeit von aussen geschützt werden, beispielsweise durch einen wasserdichten Transportbeutel.

Die Bezeichnung 90/10% bedeutet, dass sich die Füllung zu 90% aus Daunen und 10% aus Federn zusammensetzt. Höhere Federanteile (z.B. 70/30% oder 50/50%) verringern die Bauschfähigkeit und infolgedessen das isolierende Luftpolster. Ganz ohne Federn kommt kein Schlafsack aus, ein geringer Anteil ist zum Stützen der Daunen immer erforderlich.



Kunstfaserschlafsäcke
Kunstfasern können mit der Daune im Vergleich zu Gewicht, Packvolumen und Schlafklima nicht konkurrieren. Jedoch besitzen sie andere vorteilhafte Eigenschaften: die Faser nimmt wenig Feuchtigkeit auf, daraus resultiert eine kurze Trockenzeit. Die Füllung verliert auch in nassem Zustand kaum Loft.
Aus diesen Eigenschaften ergeben sich folgende Einsatzmöglichkeiten:
  • bei ausgedehnten Unternehmgen, in Gebieten mit permanent hoher Luftfeuchtigkeit.
  • bei der Benutzung von wasserdichten Biwaksäcken (Kondenswasser).
  • Wintertouren.
Kunstfaserfüllungen werden aus Polyesterfasern verschiedenster Art hergestellt. Wichtig für die Bauschfähigkeit ist die Oberflächenbehandlung der Fasern. Unter dem Mikroskop hat die Polyesterfaser eine raue Oberfläche. Die einzelnen Fäden können sich so stark ineinander verhaken, dass sie sich nicht mehr aufbauschen. Deshalb werden die Fasern mit einer glatten Silikonschicht ummantelt. Je aufwendiger dieses Verfahren und der Aushärtungsgrad des Silikons ist, desto länger bleibt die Bauschfähigkeit der Faser erhalten.
Bei Billigprodukten verschwinden diese Beschichtungen häufig schon nach der ersten Wäsche. Deshalb sollten Sie beim Kauf eines Kunstfaserschlafsackes auf Markenfasern zurückgreifen, da sie die einzige Gewähr für beste Faserqualität sind.

In unserem Sortiment finden Sie folgende Markenfasern:
- Quallofil-7 von DuPont. Anfang der achtziger Jahre kam Hollofil als eine der ersten Hohlfasern auf den Markt. Daraus entwickelte sich Quallofil mit 4 Kanälen und schliesslich Quallofil-7 mit 7 Kanälen: reduziertes Gewicht ohne Stabilitätsverlust.
- Thermolite Extreme - relativ neu und ebenfalls von DuPont. Im Grunde ist aus 3 Fasertypen eine enstanden: sehr feine, sowie thermofixierte Vollfasern und spiralförmige Hohlfasern mit 3 Kanälen. Um aus drei Komponenten eine Einheit zu schaffen, werden die Fasern vertikal ausgerichtet. Ziel ist, die Bauschfähigkeit, Kompression und Haltbarkeit zu optimieren. Wird von JACK WOLFSKIN verarbeitet.
- Polarguard geht mit Polarguard 3D in die dritte Generation. Ausschlaggebendes Merkmal von Polarguard 3D ist die Struktur der Faser: sie ist gekräuselt, deutlich elastischer und bauschfähiger als andere Fasern. Die 3D-Version ist feiner als ihre Vorgänger und weist bessere Isolationswerte auf; bei entsprechender Isolierleistung wird deutlich weniger Füllmaterial benötigt. Polarguard ist die einzige Endlosfaser auf dem Markt und wird z. B. von SALEWA verarbeitet.
- PrimaLoft ist eine der neusten Fasern und besticht durch eine sehr leichte, weiche Mikrofaser mit hervorragendem Wärmerückhaltevermögen. Sie wird im hochwertigen Isolationsbereich. Die Vorteile von PrimaLoft sind denen von Daunenprodukten ähnlich: Bei einem sehr geringen Gewicht und äußerst kleinem Packmaß der Produkte wird eine hervorragende Isolation erreicht. Der Oberstoff ist winddicht und stark wasserabweisend. Der Vorteil gegenüber Daune besteht darin, dass diese Kunstfaser auch im nassen Zustand noch sehr gut isoliert. Einmal nass geworden, trocknen die Produkte sehr schnell. Das liegt vor allem auch an der Silikonisierung der Füllfasern - die Feuchtigkeitsaufnahme ist extrem gering. PrimaLoft ist sehr langlebig und hat eine hohe Rücksprungkraft; soll heißen: Die zum Transport klein zusammengepackte Jacke ist im Nu wieder im ursprünglichen, leicht aufgebauschten Zustand und isoliert perfekt


Verarbeitung der Füllmaterialien

Daunen
Würde man die Füllung einfach in den Schlafsack schütten, könnte sie verrutschen und sich verwickeln. Daunen werden normalerweise in Kammern gefüllt. Die Grösse der Kammer muss genau auf das Bauschvolumen der Daune abgestimmt sein. H-förmige Kammern und Schrägkammern sind die üblichen Kammersysteme.
Trapezkammern sind, wie der Name vermuten lässt, im Querschnitt trapezförmig. Durch die Überlagerung der Kammern sind die Daunen auch bei Kompression gleichmässig verteilt. V-Kammern sind am aufwendigsten zu nähen und gewähren die beste Isolation.

Kunstfasern
Quallofil und andere Füllungen werden grundsätzlich auf einem hauchdünnen Trägermaterial fixiert und mit Aussen- und Innengewebe verbunden. Je nach erwünschter Wärmeleistung, in mehreren Lagen. Polarguard wird im Prinzip wie Dachschindeln verarbeitet und direkt am Aussen- und Innenmaterial vernäht.



Inletts
In erster Linie schützen sie Schlafsackgewebe und -füllung vor Schmutz, in zweiter Linie erhöhen sie die Wärmeleistung. Insgesamt sind sie einfach zu waschen, trocknen schnell und ersparen das häufige Reinigen des Schlafsacks.
Inletts gibt es aus Baumwolle, Seide und Fleece. Naturfasern sind oft angenehmer auf der Haut, sorgen aber für ein kühleres Schlafklima, denn sie nehmen Feuchtigkeit auf und speichern sie direkt am Körper.
Daher ist für niedrige Temperaturen ein Fleeceinlett zu empfehlen, das Feuchtigkeit vom Körper ableitet. Es erweitert den Temperaturbereich in den Minusgraden zwischen 5 und 8°C.
Zwei Schnitte sind üblich: der klassische Jugendherbergssack mit Kissenfach und die Mumienform. In warmen Gebieten lassen sie sich gut als leichte Schlafsäcke verwenden.



Pflege und Lagerung
beeinflussen die Lebensdauer eines Schlafsackes.
Um das Füllmaterial zu schonen, sollen Schlafsäcke zwischen den Tour nicht zusammengepresst im Packbeutel liegen bleiben. Besser ist es, den Schlafsack, trocken und sauber, in einem grösseren Aufbewahrungsbeutel oder aufgehängt in einem Kleiderschrank zu lagern.
Grundsätzlich ist Lüften schonender als Waschen, mancher Mief verschwindet buchstäblich im Wind. Ist der Schlafsack stark verschmutzt, sollte er unter der Beachtung der vom Hersteller angegebenen Waschvorschriften gewaschen werden. Weniger Waschmittel bedeutet mehr Lebensdauer und wenn überhaupt welches verwendet werden muss, sollte es ein spezielles Daunenwaschmittel sein , z.B TOKO Downwash (auch für Kunstfasern). Nur in grossen Waschtrommeln (z.B. 7,5 kg) waschen und gut ausspülen.
Aussenmaterial und Füllung können durch UV-Strahlung Schaden nehmen, direkte Sonneneinstrahlung daher vermeiden.
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